Das Verpressen der Bohrlöcher ist aus geologischer Sicht sehr wichtig.
Damit sperrt man die verschiedenen Grundwasserhorizonte ab und verwendet es zugleich für die Wärmeübertragung vom Erdreich. Im Normalfall wird dafür eine Bentonit- Zement-Wassersuspension verwendet. In der Regel hat man dann eine Wärmeübertragung von >0,8 W/m.K.
Bei Erdsonden die für Kühlzwecke verwendet werden, gibt es kohlenstofffreie Suspensionen, wie Thermo Cem oder Stüwatherm Z. Dies sind Fertiggemische, die durch hohe Grafit- oder Quarzanteile eine wesentlich höhere Wärmeleitzahl haben (> 2,0 W/m.K.).
Der Nachteil dieser Gemische ist, dass sie sehr teuer sind und eigentlich nur bei Großanlagen, die auch zum Kühlen verwendet werden, eingebracht werden.
Das Verpressen selbst geht über einen Injektionsschlauch, der beim Einbauen der Erdwärmesonde mit in das Bohrloch eingebracht wird. Das Bohrloch wird dann im Konvektorverfahren von unten nach oben mittels einer Schneckenpumpe mit einem Druck von ca. 24 bar verpresst.